Iris,Iriden,Irislinse,Kunstiris,Irisersatz,Irisimplantat,Vollprothese, Teilprothese


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Aniridie

Aniridie und ihre Folgen


In der Freizeit oder bei der Arbeit - Möglichkeiten, sich die Augen zu verletzen, gibt es viele. Spitze Gegenstände oder ätzende Chemikalien verursachen jährlich etwa 300.000 Augenverletzungen. Wenn die Regenbogenhaut ganz oder teilweise fehlt, spricht man von Aniridie.

Zudem gibt es Neugeborene, die bereits mit einem Irisdefekt auf die Welt kommen. Traumatisiert oder angeboren, in beiden Fällen ist das Sehvermögen der Patienten schwer beeinträchtigt. Das Licht tritt dann fast ungehindert in das Augeninnere und die Blendempfindlichkeit ist selbst bei normalem Tageslicht enorm. Kontraste werden weniger gut wahrgenommen und die Schärfentiefe ist verringert.

Darüber hinaus spielt der kosmetische Aspekt eine große Rolle, denn andere Menschen reagieren häufig irritiert auf eine deformierte oder fehlende Regenbogenhaut.

Die häufigsten Begleiterscheinungen sind zudem:
  • zunehmender Verlust der Sehkraft
  • Grauer Star (Trübung der natürlichen Linse)
  • Grüner Star (Erkrankung des Sehnervs)
  • Schielen
  • Verengung des Sichtfelds

In circa 15 Prozent der Fälle mit angeborener Aniridie leiden Patienten zugleich an einem Nierentumor, Beeinträchtigungen der Fortpflanzungsorgane sowie an geistiger Behinderung. Dabei handelt es sich um das so genannte WAGR-Syndrom (Wilmstumor, Aniridie, Urogenital-Fehlbildungen, geistige Retardierung).